Es gibt Tage, an denen hat man einfach keine Lust zu arbeiten. Was du an solchen Tagen tun kannst, um dich aufzuraffen.

Du sitzt an deinem Computer, es ist 11:45 Uhr und du hast bereits 29 Videos auf Youtube gesehen und deine Mailbox immer noch nicht geöffnet. Wenn du Freelancer bist, ist es in diesen Momenten umso schwieriger, sich zu motivieren. Kein morgendliches Meeting zwingt dich aus dem Bett und es gibt keinen Chef, der Nachfragen zu einem dringenden Projekt hat, an dem du arbeiten solltest. Um trotzdem produktiv zu bleiben, haben wir hier 8 Tipps, um den inneren Schweinehund zu überwinden.

1. Wenn du müde bist, erlaub dir ein Power Nap

Der Vorteil am Freelancer-Dasein, ist die freie Zeiteinteilung. Kein Grund also, eine Stunde zu snoozen und sich immernoch übermüdet aus dem Bett zu quälen. Nicht umsonst steckt das Wort Power in Power Nap. Erlaub dir bewusst nochmal eine halbe Stunde bis Stunde zu schlafen. Aber lass es nicht zu lang ausfallen. Eine halbe Stunde bis Stunde ist perfekt, bei längeren Mittagsschläfchen zieht sich die Müdigkeit sonst durch den Tag.

2. Fange direkt mit deinen Prioritäten an, um den Tag schneller zu beenden

Wenn Du keine Lust auf arbeiten hast, macht es keinen Sinn sich große Ziele zu setzen. Lege die drei wichtigsten und dringlichsten Aufgaben fest, die du heute erledigen musst. Nimm dir vor, etwas anderes zu unternehmen, sobald du diese drei Aufgaben abgeschlossen hast. Mit etwas Glück motiviert dich das Produktivitätsgefühl und du fühlst dich danach sogar bereit für weitere To Do’s.

3. Beginne mit etwas, auf das du Lust hast

Such dir eine Aufgabe, die dir Spaß macht oder die dich zumindest nicht abschreckt. Auch wenn die Aufgabe noch bis nächste Woche warten könnte, der Spaß an der Aufgabe macht dich vielleicht bereit zu neuen Taten, für die du gerade noch nicht die Energie hast. Und erledigt ist erledigt, oder? 😉

4. Geh frische Luft schnappen

Es macht keinen Sinn, vor deinem Computer zu sitzen, wenn du dich dabei ertappst, wie du gerade alle Tweets der letzten Jahre durchgehst. Wenn du wirklich keine Lust hast zu arbeiten und dir die Motivation fehlt, um eine Aufgabe zu beginnen, beweg dich weg vom Bildschirm, um den Kopf frei zu bekommen. Spazieren gehen bringt oft auf neue Gedanken und klärt den Geist. Danach wirst du nicht nur in der Lage sein, besser zu arbeiten, vermutlich wirst du sogar mit neuer Inspiration und frischen Ideen an den Arbeitsplatz zurückkehren.

5. Frag dich, warum du keine Lust hast zu arbeiten

Manchmal will man einfach nicht. Das ist okay. Aber es kann auch einen tiefer sitzenden Grund geben, der dich blockiert. In diesem Fall ist es wichtig, sich selbst zu beobachten, in welchen Momenten genau die Motivation nachlässt. Was löst z.B. der Gedanke an ein bestimmtes Projekt aus? Bist du dann gestresst oder überfordert? Schreckt dich eine Aufgabe ab, weil du nicht weißt, wo du anfangen sollst? Hier kann es helfen, mit jemanden darüber zu reden und sich Rat zu holen. Freelancer-Kollegen oder Freunde hatten vielleicht schonmal ein ähnliches Problem oder können einfach zuhören. Sobald man das Problem erkannt hat und seine eigenen Verhaltensweisen als Reaktion darauf einordnen kann, lässt sich das eigenen Handeln bessern steuern.

6. Befrei dich von deinem Tag

Manchmal löst die reine Menge an Aufgaben ein Gefühl der Überforderung aus, weil du nicht weißt wo du anfangen sollst und stattdessen ganz zu machst. Damit das nicht passiert, halte dir nochmal vor Augen, was von den Aufgaben wirklich heute erledigt werden muss. Wenn etwas nicht wesentlich ist, verschieb es und konzentriere dich auf das Wesentliche. Wenn der Zeitdruck gerade hoch ist und die Deadlines sich häufen, gilt es Prioritäten zu setzen. Einige Aufgaben können auch mal mit 80% abgeliefert werden. Achte deshalb darauf, Aufgaben schnell abzuschließen, bei denen du Gefahr läufst, dich in unnötigen Details zu verlieren.

7. Ändere deine Arbeitsumgebung

Immer die gleichen vier Wände, können ihren Teil dazu beitragen, warum die Lust auf Arbeit sich einfach nicht einstellen will. Außerdem lauert überall Ablenkung (Bett, Couch, Fernseher). Ändere einfach mal deine Umgebung und hol dir neue Inspiration z.B. in der Bibliothek, in einem Coworking Space oder sogar in einem Café. Zu sehen, wie Menschen um dich herum arbeiten, kann motivierend sein.

 8. Mach mal Urlaub!

Hand aufs Herz: Wann hast du das letzte Mal Urlaub gemach? Ohne Kundenanrufe oder Arbeit zwischendurch? Für Freiberufler ist es besonders schwierig den Unterschied zwischen privat und beruflich zu machen. Die freie Zeiteinteilung führt auch dazu, dass an Wochenenden gearbeitet wird und weniger Urlaub gemacht wird, da wichtige Kundenanfragen anstehen oder wieder eine neue Projektanfrage reingekommen ist.

Aber kein Urlaub zu machen ist eine schlechte Idee. Wenn du dich konstant müde, überfordert oder ausgelaut fühlst und du dich nicht mehr an dein letztes freies Wochenende erinnern kannst, dann ist es an der Zeit sich einige Tage Zeit zu nehmen und in Urlaub zu fahren. Am besten blockst du dir mindestens zwei Wochen am Ende der nächsten Mission und buchst dir ein nicht stornierbares Hotel.