Der Arbeitsplatz ist mehr als nur Tisch und Stuhl. Er ist Zentrum deiner Produktivität und nimmt buchstäblich einen großen Raum in deinem Alltag ein. Umso wichtiger ist es, dass dein Büro zu dir als Mensch passt. 

Das Büro sollte ein Ort sein, an dem du dich wohl fühlst und der gleichzeitig das Beste aus dir herausholt. Wo du morgens den Laptop mit einem angenehmen Gefühl aufklappst und ihn Abends mit einem zufriedenen Gefühl wieder zuklappst. 

Natürlich ist für ein zufriedenes Gefühl mehr notwendig als eine Designercouch im Hintergrund. Und auch das Budget spielt bei der Auswahl des Büros eine Rolle. Trotzdem: Unterschätze nicht den Einfluss der Atmosphäre auf dein Wohlbefinden. Sie macht einen großen Unterschied.

Hier sind 5 Arbeitsplätze für Selbstständige mit kleineren und größeren Budgets inkl. Vor- und Nachteilen.

Home Office

Die günstigste Variante und besonders für den Anfang eine einfache Option. Die Vorteile liegen auf der Hand: keine zusätzlichen Kosten, kein Arbeitsweg und auch die Outfit-Frage stellt sich erstmal nicht.

Aber auch wenn diese Punkte erstmal verlockend klingeln. Es lauern viele Gefahren im Home Office. Die Vermischung von privatem und beruflichem in den eigenen vier Wänden kann nach einer Weile schwierig werden. Fehlende Routine, ständige Ablenkung und Isolierung sorgen dann für Unzufriedenheit und Unproduktivität.

Deshalb ist es wichtig, sich auch im Home Office eine geregelte Routine zu schaffen, die das berufliche vom privaten trennt. Richten dir einen Arbeitsplatz oder am Besten einen Büroraum ein, der deine Konzentration fördert. Die Wohnzimmercouch ist kein geeigneter Ort für ein komplexes Problem.

Dein Lieblingscafe 

Gerade wer überwiegend im Home Office arbeitet, verspürt vermutlich früher oder später das Bedürfnis mal raus aus den eigenen vier Wänden zu kommen. Vielleicht ist in diesen Momenten dein Lieblingscafe um die Ecke genau der richtige Ort, um auf neue Ideen zu kommen. Die räumliche Abwechslung und ungewohnten Eindrücke bringen die Gedanken in Fahrt und stoßen kritische Denkprozesse an.

Aber es kommt darauf an, an welchem Projekt du gerade arbeitest. Wenn du eine Homepage designst oder einen Artikel schreibst, kann es genau der richtige Ort sein, um dich von deiner Umwelt inspirieren zu lassen. Wenn du viele Kundentelefonate führen musst oder Zoom Meetings anstehen,  ist ein Cafe vielleicht nicht der richtige Ort.

Co-Working Spaces

Von 3 Co-Working Spaces in 2005 zu 22.000 CoWorking Spaces in 2019. Der Boom der Co-Working Spaces spricht für sich. Egal ob Berlin, München, Köln, Hamburg oder Frankfurt. Die Auswahl an Co-Working Spaces für verschiedene Bedürfnisse ist groß und bietet Freiberuflern und Selbstständige genau das, was im Freelancer-Alltag leider oftmals fehlt: Gesellschaft. Hier triffst du nicht nur auf andere Freelancer, sondern auch auf potenzielle Kunden und Partner. Gleichzeitig sind Co-Working Spaces mit allem ausgestattet, was ein modernes Büro braucht und versprühen kreativen und innovativen Charme mit gleichgesinnten Kollegen und einer stylischen und modernen Einrichtung.

Der Nachteil liegt im meistens recht ordentlichen Preis, wenn man nach einem dauerhaften Büro sucht. Andererseits bieten fast alle Anbieter flexible Optionen an, sodass es sich z.B. lohnen könnte, das Home Office mit ein paar Tagen im Monat im Co-Working Space zu kombinieren, um sich mal wieder mit Kollegen auszutauschen.

Drossel & Zehner CoWorking Space von TwoStay

Bürogemeinschaft

Die meisten Vorteile von Miet-Büros oder Bürogemeinschaften werden mittlerweile ja über Co Working Spaces abgedeckt. Sie bieten das große Plus, dass die Organisation und Administration vom Co-Working Anbieter übernommen wird, während man als Mieter sehr flexibel einen Arbeitsplatz mieten kann.

Bei der Bürogemeinschaft fallen diese Aufgaben auf die Gemeinschaft zurück, weshalb man sich genau überlegen sollte, ob der Co-Working Space nicht doch eine sinnvollere Option ist. Solltest du jedoch zu denen gehören die zwar ausgesuchte Gesellschaft möchten, aber keine Lust auf das bunte Treiben im Co-Working Space haben, dann könnte eine Bürogemeinschaft mit einer vertrauten Gruppe trotzdem das Richtige für dich sein. Dafür sollte sich die Gruppe aber gut kennen und langfristig zusammenarbeiten wollen.

Im Unternehmen

Viele denken bei Freelancern sofort an das Bild vom Laptop am Strand. Aber nicht für jeden ist das Realität. Viele Freelancer verbringen weiterhin einen Großteil Ihrer Zeit in dem Unternehmen, für das sie gerade an einem Projekt arbeiten. Das macht natürlich auch Sinn, da alle Ansprechpartner vor Ort sind und man direkt mit dem Team kommunizieren kann. Besonders im IT Bereich werden außerdem oft spezielle Programme oder Zugänge benötigt, die man nicht zu Hause hat oder aus Sicherheitsgründen nur vor Ort nutzen kann. Wenn Du zu diesen Freiberuflern gehörst: Achte darauf dir auch weiterhin Freiräume zu schaffen. Das ist nicht nur für das Thema Scheinselbstständigkeit wichtig, sondern auch für deine eigene Rolle. Je mehr du in den Organisationsablauf eingebunden bist, desto mehr denkst und verhältst du dich auch wie die Organisation. Gerade als externer Dienstleister ist es aber wichtig, dass du eine Perspektive von außen mitbringst. Plane deshalb auch ein paar Tage ein, die du außerhalb der Organisation verbringst.

Egal für welches Büro oder welche Kombination aus Arbeitsumgebungen du dich entscheidest: Es lohnt sich, vorab ein paar Fragen an sich selbst zu stellen. Was für ein Typ bin ich? Mag ich lieber Ruhe und Ordnung oder kreatives Chaos? Suche ich buntes Treiben oder brauche ich die Stille für volle Konzentration? Ist mir Einrichtung für die Atmosphäre wichtig oder reicht mir eine funktionierende Kaffeemaschine? Mittlerweile gibt es unzählige Co-Working Spaces für fast alle Bedürfnisse.

Für München und Berlin haben wir dir bereits eine Übersicht zusammengestellt. Weitere Städte folgen 😉 Viel Spaß beim Ausprobieren!